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Grappling und Bodenkampf


Brazilian Jiu-Jitsu - BJJ


Das Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) entstammt dem japanischen Jiu-Jitsu. Meister Mitsuo Maeda ein bekannter Judo Champion (besser bekannt als Conde Koma) und direkter Schüler von Jigoro Kano, der Gründer des Judo, brachte sein Wissen Anfang 1900 nach Brasilien. Zu dieser Zeit lebte Maeda in Sao Paulo und half eine japanische Immigrantenkolonie zu errichten. Bei seinem Vorhaben wurde er von Gastao Gracie unterstützt, zum Dank lehrte Maeda dessen Sohn Carlos die Basistechniken des Jiu-Jitsu. Carlos Gracie wiederum unterrichtete seine Brüder Oswaldo, Jorge, Gastao und Helio. 1925 eröffneten die Brüder ihre erste Schule und lehrten von nun an Brazilian Jiu-Jitsu. In unzähligen Vale Tudo kämpfen konnten die Gracies und ihre Schüler die erlernten Techniken schärfen und perfektionieren. Natürlich waren die Gracies nicht die einzigen die Anfang 1900 Jiu-Jitsu und Judo in Brasilien trainierten, sie waren einfach nur die Bekanntesten. Zu selben Zeit entwickelte sich, durch die vielen japanischen Immigranten in Brasilien, auch das Luta Livre. Dieses verzichtet auf den traditionellen Kampfanzug (Gi) und stellte eine große Rivalität zum BJJ dar.

1967 wurde die erste Brazilian Jiu-Jitsu Federation von Helio Gracie gegründet und das Gürtelsystem (weiß, blau, violett, braun und schwarz) eingeführt. Weltweite Popularität erlangte BJJ Anfang 1990, als der eher schmächtige Royce Gracie die UFC (Ultimate Fighting Championships) klar dominierte.



Judo


Judo (übersetzt: der sanfter Weg) ist eine japanischer Kampfsport. Um 1880 wurde Judo von dem Japaner Dr. Jigoro Kano aus verschiedenen Jiu-Jitsu-Stilen entwickelt. Er verzichtete komplett auf gewisse Elemente des Jiu-Jitsu, so wie Schläge, Stöße, Tritte und einige Hebeltechniken. Populär wurde Judo erst nach 1886, als Schüler von Dr. Kano gegen eine der angesehensten Jiu-Jitsu-Schulen Japans gewannen. Judo verbreitete sich angesichts des Erfolges rasch in ganz Japan und wurde bei der Polizei und dem Militär eingeführt.
1911 wurde Judo sogar zum Pflichtfach an allen Mittelschulen Japans.

Judotechniken lassen sich in vier Grundtypen einteilen, Wurftechniken, Falltechniken, Bodentechniken und Formenlauf (Katas). Beim Judo-Wettkampf kann man, ähnlich wie auch beim Boxen, durch "K.O." gewinnen, indem man den Gegner kraftvoll und kontrolliert auf den Rücken wirft. Eine andere Möglichkeit den Kampf vorzeitig zu beenden ist, wie beim Luta Livre und Brazilian Jiu-Jitsu, durch Submission (Aufgabe). Ansonsten wird der Kampf, nach Ablauf der 5 Minuten Runde, nach Wertung oder Kampfrichterentscheid entschieden. Seit den Olympischen Spielen 1964 in Tokio, ist Judo als Olympische Disziplin aufgenommen.


Luta Livre


Das Luta Livre (übersetzt: "Freier Kampf") hat eine ähnliche Entstehungsgeschichte, wie das Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ).

Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Brasilien aus Judo und Ringen dieser Kampfsport, der im Vergleich zu BJJ, auf das Tragen eines Kampfanzugs (Gi) verzichtet. Da beim Vale Tudo mehrer Kampfsportarten aufeinander treffen und so auch Boxer und Kickboxer antreten, die keinen Gi tragen, wurde Luta Livre speziell auf diese Art des Kampfes ausgerichtet. Den Gegner zu Boden zu bringen und zu submitten (zur Aufgabe zu zwingen), ohne den Griffkontakt des Gi's zu haben. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Luta Livre, dem Luta Livre Esportiva und dem Luta Livre Vale Tudo. Während sich das LL Esportiva auf Takedown- und Submission-Techniken beschränkt, erlaubt das LL Vale Tudo sogar Schlag- und Tritt-Techniken.

1995 gelangte das Luta Livre über den Brasilianer Daniel D’ Dane nach Deutschland. Daniel D' Dane ist ein LL Schwarzgurt und direkter Schüler von Eugenio Tadeu und Hugo Duarte.



Ringen


Ringen ist einer der ältesten Kampfsportarten, bereits 3000 Jahre v. Chr., wurde es in mehreren Teilen der Welt praktiziert. Erste Aufzeichnungen des Ringkampfes stammen aus dem ägyptischen Tempelgräbern von Beni Hasan (2500 v. Chr.). Im Jahre 708 v. Chr. wurde das Ringen (Pale) bereits in die Olympische Spiele der Antike aufgenommen und war die Entscheidungsdisziplin des Fünfkampfes.

Heute unterscheidet man zwischen zwei Arten des Ringkampfes, dem Freistielringen, das von Männern und Frauen praktiziert wird und dem Griechisch – Römischen Stil (Greco-Roman Wrestling). Während beim Freistielringen der gesamte Körper angegriffen werden darf, erlaubt das Greco nur Angriffe auf den Oberkörper, Angriffe auf und mit den Beinen sind dabei verboten.

Gekämpft wird auf einer gepolsterten Matte von 12 m Gesamtdurchmesser. Ziel ist es innerhalb der Kampfzeit den Gegner mit beiden Schultern auf den Boden zu bringen, dies wird als Schultersieg bezeichnet, oder mehr Punkte zu sammeln, als sein Gegner. Der Einsatz von Schlägen, Tritten, Stößen und Würgern ist dabei verboten, erlaubte Techniken sind, ähnlich wie beim Judo, Werfen, Schleudern und Hebeln. Der Ablauf der einzelnen Runden unterscheidet sich etwas zwischen den beiden Stilarten. Im Greco (griechisch-römischen) Ringen beginnt man mit einer Minute Standkampf und anschließend mit zweimal 30 Sekunden Bodenkampf. Im Freistilringen wird auf den angeordneten Bodenkampf verzichtet.


Sambo


Sambo (übersetzt: Selbstverteidigung ohne Waffen) ist ein russischer Kampfsport, der Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Er vereint mehrere europäische und asiatische Stile, so wie Boxen, Ringen, Jiu-Jitsu, Judo und traditionelle russische Ringerstile (z.B. Mongolisches Khapsagay und usbekisches Kurash ). Sambo wurde damals im Auftrag der sowjetischen Regierung für die Rote Armee entwickelt, die nach einem effektiven und leicht zu erlernenden Selbstverteidigungssystem suchte. Es gibt keinen direkten Erfinder des Sambos, jedoch wird Anatoly Kharlampiev oft offiziell als Gründer des Sport Sambo bezeichnet. Des Weiteren waren Vasili Oshchepkov und Viktor Spiridonov ebenfalls an der Entwicklung des Sambo beteilig.

Heutzutage unterscheidet sich Sambo hauptsächlich in drei Arten. Das Sport Sambo (Borba Sambo) ist stilistisch dem Freistilringen oder Judo sehr ähnlich, jedoch erlaubt es alle Arten von Beinhebeln und verbietet Würgetechniken. Das Combat Sambo legt den Fokus auf Verteidigungstechniken gegen bewaffnete und unbewaffnete Attacken von Gegnern. Bei Wettkämpfen, die sehr dem modernen MMA ähneln, sind neben Takedown-Techniken auch Schlag-, Tritt- und Submissions-Techniken (Bodenkampf) erlaubt. Das Freestyle Sambo, das 2004 von der ASA – American Sambo Association gegründet wurde, erlaubt alle Submissions-Techniken, verbietet aber jede Art von Schlag-Techniken. Diese Art des Wettkampfes wurde entwickelt, um alle Arten von Grapplern (Bodenkämpfern), wie z.B. Judokas zu erreichen.

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